Aktuelles

Übersichtsartikel OPSI und Studienaufruf in Intensiv-News erschienen (03.05.2011)

Literatur zur Epidemiologie und Prävention der Sepsis nach Splenektomie ist vielfach veraltet und nicht frei von Widersprüchen. Wir haben deshalb versucht, den aktuellen Kenntnisstand in einem Übersichtsartikel für die Zeitschrift Intensiv-News zusammenzufassen. Sie können den Artikel sowie einen  Studienaufruf für SPLEEN OFF, die erste prospektive, multizentrische Studie zu diesem Thema, auf der Homepage von Intensiv-News nachlesen.

Sepsis Kongress Weimar 07.09. – 10.09.2011

Der 5. Internationale Kongress “Sepsis und Multiorgandysfunktion” der Deutschen Sepsis-Geselllschaft e.V. findet vom 07. bis 10. September 2011 im congress centrum neue weimarhalle statt. Parallel dazu findet in bewährter Weise der 7. Intensivpflegekongress der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege e.V. (DGF) ebenfalls im congress centrum neue weimarhalle statt. Informieren Sie sich über das Vorprogramm.

Studienstart SPLEEN OFF im 2. Quartal 2011 (01.12.2010)

Das Zentrum für chronische Immundefizienz (CCI) der Uniklinik Freiburg und das Kompetenznetz Sepsis (SepNet, Uniklinik Jena) legen derzeit die weltweit erste prospektive,  multizentrische Studie zur Epidimiologie, Mikrobiologie und Immunologie bei Patienten mit Post-Splenektomie-Sepsis (OPSI) auf. In dieser Studie sollen über 12 Monate auf ca. 450 deutschen Intensivstationen 150 OPSI-Patienten und eine gleiche Anzahl von Kontrollpatienten mit schwerer Sepsis / septischem Schock bei erhaltener Milz rekruiert werden. Hierzu werden bundesweit Intensivstationen gesucht, die als Studienzentren bei dieser Studie mitwirken wollen. Nähere Informationen finden sie unter SPLEEN OFF-Studie.

Die zweite Auflage des Asplenie-Notfallpasses jetzt verfügbar (03.09.2010)

Die erste Auflage des von uns konzipierten Notfallpasses für Asplenie war nach weniger als einem Jahr vergriffen. Für uns eine gute Gelegenheit, einige kleinere Änderungen an dem Pass vorzunehmen und die Impftabelle zu aktualisieren. In der zweiten Auflage ist nun mehr Platz für die Impfempfehlungen und die Dokumentation der Impfungen. In den neuen Empfehlungen sind jetzt auch die neuen Konjugatimpfstoffe für Pneumokokken (Prevenar-13®) und Meningokokken (Menveo®) berücksichtigt. Erläuterungen zu den neuen Impfempfehlungen werden wir  in Kürze bereitstellen.

Impfung gegen die Neue Influenza A (H1N1) (07.11.2009)

In den letzen Wochen sind die Infektionen mit der Neuen Influenza (“Schweinegrippe”) in der Bundesrepublik sprunghaft angestiegen. In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass die Impfung gegen die Neue Influenza für Patienten mit Immunschwäche vom Robert-Koch-Institut (RKI) und allen deutschen Fachgesellschaften ausdrücklich empfohlen wird. Detailierte Empfehlungen sind in den Publikationen des RKI nachzulesen. Patienten mit chronischen Grunderkrankungen und Immundefekten haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe der Neuen Influenza und der jetzt verfügbare Impfstoff stellt die beste Schutzmaßnahme dar. Alle bisher verfügbaren Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der pandemischen Impfstoffe sprechen gegen eine besondere Nebenwirkungsträchtigkeit dieser Impfstoffe. Allein bei Schwangeren sollte bei fehlenden Daten zur Sicherheit der adjuvantierten (impfverstärken) Impfstoffe bis zum Vorliegen weiterer Studien auf nicht-adjuvantierte Spaltimpfstoffe zurückgegriffen werden.

Neuer Notfallpass für Patienten mit Asplenie in Deutschland jetzt verfügbar (08.09.2009)

Es herrscht unter Experten Einigkeit, dass Patienten mit fehlender oder funktionsloser Milz immer einen Notfallpass mit sich führen sollten. Im Gegensatz zu den USA oder Großbritannien, wo ein Notfallpass bereits seit längerem existiert, war ein vergleichbares Dokument in Deutschland bisher nicht verfügbar. Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und fünf weiteren medinischen Fachgesellschaften hat nun das Zentrum für chronische Immundefizienz (CCI) und das Zentrum für Infektiologie und Reisemedizin der Uniklinik Freiburg einen Notfallpass Asplenie für den deutschen Sprachraum entwickelt. Dieser kann ab dem 10.09.2009 kostenlos über Asplenie-Net bestellt werden. Neben wichtigen persönlichen Informationen enthält der Pass auch eine Impftabelle und aktuelle Empfehlungen zur Impfprävention und Notfalltherapie für Patienten mit Asplenie.

 Sepsis Kongress Weimar 2009 (01.09.2009)

Weimar Sepsis Update 2009 “Sepsis goes Public” 09.09. – 12.09.2009

Im September 2009 findet der 4. deutsche Sepsiskongress in Weimar statt. In einem umfangreichen wissenschaftlichen Programm werden neue Entwicklungen zur Diagnose, Therapie und Prävention der Sepsis dargestellt. In diesem Rahmen wird Prof. W.V. Kern am Donnerstag, den 10.09.2009 um 13.30 über den Stellenwert von Impfungen zur Sepsisprävention referieren.


Neuer Konjugatimpfstoff für Pneumokokken zugelassen (01.09.2009)

Der hocherfolgreiche 7-valente Konjugatimpfstoff für Pneumokokken (PCV-7, Prevenar®) hat den Nachteil, dass insbesondere in Europa die Abdeckung von invasiven Serotypen nicht optimal ist. Weiterhin gibt es erste Hinweise, dass Pneumokokkeninfektionen zunehmend von Stämmen verursacht wird, die nicht in PCV-7 enthalten sind (“Serotype-Replacement”). Aus diesem Grund sind in den vergangenen Jahren zwei neue Pneumokokken-Impfstoffe bis zur Marktreife entwickelt worden, von denen der 10-valente Impfstoff (PCV-10, Synflorix®, GlaxoSmithKline) im Mai 2009 von der EMEA zugelassen wurde. Die Zulassung der EMEA wurde für die aktive Immunisierung gegen Pneumokokken-verursachte Infektionen und akute Otitis media (Mittelohrentzündung) bei Kindern von sechs Wochen bis zum Abschluss des zweiten Lebensjahrs erteilt. Gegenüber der bereits zugelassenen 7-valenten Pneumokokken-Vakzine enthält der neue Impfstoff zusätzlich die Typen 1, 5 und 7F. Beide Impfstoffe wurden in einer Vergleichsstudie bei 1650 Säuglingen untersucht. Die Immunogenität von PCV-10 und PCV-7 war für die 7 Serotypen, die in beiden Impfstoffen enthalten sind, im Opsonophagozytosetest vergleichbar. Im ELISA-Assay bildeten jedoch weniger Kinder aus der PCV-10-Gruppe Antikörpertiter gegen die Serotypen 6B und 23F. Ob dies jedoch klinisch relevant ist, bleibt offen. Fast alle Impflinge bildeten ausreichend Antikörper gegen die drei zusätzlichen Pneumokokken-Serotypen, die in PCV-10 enthalten sind. Bei Kindern mit einem erhöhten Risiko für Pneumokokken-Infektionen (Sichelzellenanämie, angeborene oder erworbene Milzfunktionsstörung, HIV-Infektion, Krebserkrankung, nephrotisches Syndrom) liegen keine Daten zur Sicherheit und Immunogenität vor. Impfdaten bei Erwachsenen sind ebenfalls derzeit noch nicht vorhanden.

Ein 13-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff wird derzeit von der Firma Wyeth entwickelt. Dieser Impfstoff enthält gegenüber PCV-7 zusätzlich die Serotypen 1, 3, 5, 6A, 19A and 7F. Das Zulassungsverfahren für diesen Impfstoff ist derzeit bei der amerikanischen FDA anhängig. Es wird mit einer Entscheidung noch vor Jahresfrist gerechnet.

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